Werde zum Datendetektiv!

Unternehmen wie Meta verdienen ihr Geld hauptsächlich durch Platzierung personalisierter Werbung. Das bedeutet, dass nicht für jeden auf einem vorgesehenen Werbeplatz auch der gleiche Inhalt angezeigt wird. Welche Werbung du siehst, ist abhängig davon, was das Unternehmen annimmt, wofür du dich interessieren könntest. Über die Meta-Dienste Facebook und Instagram werden diese Werbungen nicht nur angezeigt, sondern auch jede Menge Daten bei und vor allem über die Art und Weise der Nutzung gesammelt. Auch WhatsApp gehört zum Unternehmen Meta. Anders als bei Instagram und Facebook wird hier jedoch keine Werbung angezeigt. Trotzdem kann Meta den Dienst nutzen, um Daten über die Nutzenden zu sammeln. Gerade bei WhatsApp liegt der Schluss nahe, dass “man da ja nicht viel herausfinden kann”, zumal die Nachrichteninhalte “Ende-zu-Ende-verschlüsselt” sind. Damit kann das Unternehmen nicht erfahren, was geschrieben wurde. Dennoch können große Mengen an Nutzungsdaten gesammelt und ausgewertet werden, aus denen sich Informationen über die nutzende Person ableiten lassen.

Mit dem Spiel Datendetektive können die Spielenden handlungsorientiert erfahren, wie aussagekräftig Nutzungsdaten sein können. Die zugehörige Präsentation bietet einen Rahmen, um den Zusammenhang von WhatsApp, dem Unternehmen Meta und Nutzungsdaten und deren Verwendung zur Diskussion zu stellen. Das Material Datendetektive lässt sich auch gut mit dem Material zum Thema Privatsphäre und dem Material zum Geschäftsmodell von Meta kombinieren.

Das Material Datendetektive umfasst einen umfangreichen Datensatz mit Informationen zu einem WhatsApp-Account einer fiktiven Person. Auf der letzten Seite des Datensatzes befindet sich ein Steckbrief (Personenerfassungsbogen). Mit den Informationen des Datenmaterials sollen die Spielenden versuchen, den Steckbrief zu füllen. Ein Lösungsmuster gibt mögliche Antworten für die Steckbrieffragen an. Anhand der beigefügten Präsentation kann das Spiel im Nachhinein inhaltlich gerahmt und diskutiert werden.

Spielregeln:

Das Spiel besteht aus einem Datensatz zu einer erdachten Person und einem Steckbrief. Die Spielenden werden in Gruppen eingeteilt, welche zueinander in Konkurrenz stehen. Nachdem die Materialien ausgeteilt wurden, haben die Gruppen ca. 60 Minuten Zeit, um den Steckbrief auszufüllen. Danach kommen die Gruppen zusammen und vergleichen ihre Antworten.
Ziel des Spiels ist es, so viele Punkte wie möglich zu bekommen. Punkte gibt es beim Vergleich der Ergebnisse, für jede im Steckbrief ausgefüllte Information. Die Anzahl der Punkte pro Information variiert je nach Schwierigkeit und wird erst beim Vergleich (auf der Präsentation) einsehbar. Wurde eine Information im Steckbrief herausgefunden und anhand der vorliegenden Daten schlüssig begründet, gibt es Punkte. Schlüssig begründet ist eine Information dann, wenn weder die Spielleitenden noch die anderen Gruppen ein Gegenargument vorbringen können. Gibt es verschiedene Lösungen, die alle schlüssig begründbar sind, bekommen alle die Punkte. Einige der Lösungen können nicht eindeutig begründet werden (diese sind im Lösungsmuster kursiv markiert). Es kann allerdings zwischen deutlich naheliegenden oder weniger naheliegenden Antworten unterschieden werden, wobei erstere den Punkt erhalten. Neben dem Steckbrief gibt es Zusatzfragen, von denen jede Frage 6 Punkte bringt.

Hat eine Gruppe Schwierigkeiten, sich im Material zu orientieren und Informationen zu finden, kann sie einen Joker ziehen, auf dem Tipps vermerkt sind. Diese liegen ebenfalls als Dokument im Material. Sie sollten vor dem Spiel ausgedruckt und zugeschnitten werden. Pro genutztem Joker verliert die Gruppe 3 Punkte.

Dauer:

120 Minuten

Zielgruppe:

ab 13 Jahre

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