Forschung trifft medienpädagogische Praxis
Hier bist du auf der Website von “Im Netz – alles umsonst?”. Diese Online-Umgebung sowie die vorgestellten Arbeitsmaterialien und Workshopkonzeptionen für die medienpädagogische Praxis sind im Rahmen eines Forschungsprojekts an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg entwickelt worden. Der Titel des Forschungsprojekts lautet: “Förderung digitaler Bildung Jugendlicher im Bereich Datenschutz und Algorithmen am Beispiel Online-Werbung”.
Das Projekt wurde vom Ministerium für Infrastruktur und Digitales (MID) des Landes Sachsen-Anhalt (LSA) gefördert.
Projektlaufzeit: 01.01.2022 bis 31.08.2023
Projektleitung:
MA Katrin Wilde
Projektmitarbeiterin (bis 08/2023):
MA Verena Kittelmann
Projektverantwortlich:
Prof. Dr. Stefan Iske
Lehrstuhl Pädagogik und Medienbildung (OVGU) , Studiengang Bachelor und Master “Medienbildung. Audiovisuelle Kultur und Kommunikation”
Das Projektteam wurde bei der Erstellung der Workshopmaterialien unterstützt von folgenden Studierenden:
Anna Peggau (Studierende BA Medienbildung)
Anne Kunert (Studierende BA Medienbildung)
Ann-Kristin Gaumann (Studierende MA Medienbildung)
Maike Draijer (Studierende BA Medienbildung)
Jule Schäper (Absolventin BA Medienbildung)
Jeremy Meier (Studierender BA Medienbildung)
Oskar Antretter (Studierender BA Medienbildung)
Gegenwärtig wird deutlich, dass der gesellschaftliche Metaprozess der Digitalisierung neben den Bereichen der Technik und der Wirtschaft insbesondere auch die Bereiche der Kultur und der Bildung durchdringt. Dabei stellen Digitalisierung und Algorithmen insbesondere für viele Jugendliche eine abstrakte und intransparente black-box dar, deren Eigenschaften sowie deren persönliche und individuelle Folgen kaum abgeschätzt werden können. Gleichzeitig ist ihr Alltag mit Internet und Smartphone stark von Digitalisierung und Algorithmen geprägt. So bewegen sich Jugendliche im Internet und mit Smartphones überwiegend in kommerziellen Online-Räumen, deren Geschäftsmodelle auf Online-Werbung und Datensammlung und -verkauf beruhen.
Das Projekt „Förderung digitaler Bildung Jugendlicher im Bereich Datenschutz und Algorithmen am Beispiel Online-Werbung“ zielt auf die Förderung digitaler Kompetenzen und einer Online-Werbekompetenz und darauf, die abstrakte und intransparente black-box der Digitalisierung / Algorithmisierung mit Jugendlichen handlungsorientiert und lebensweltlich zu bearbeiten und zu reflektieren.
Am Beispiel des Bereichs Online-Werbung lassen sich gegenwärtig die Auswirkungen von Algorithmen und Digitalisierung auf das alltägliche Leben besonders gut erkennen und diskutieren. Den Gegenstand bilden dabei Dienste wie YouTube, Google, Instagram, WhatsApp, TikTok und Twitch und speziell der Aspekt der Personalisierung von Werbung und Webangeboten.
Hier können die Herausforderungen und Potentiale von Digitalisierung und Algorithmisierung konkret auf den Alltag und eigene Nutzungsweisen bezogen diskutiert werden. Entsprechend des Projektziels werden dazu Workshops konzipiert und interaktiv-kooperative Arbeitsmaterialien entwickelt, die in einer webbasierten Arbeitsumgebung implementiert und umgesetzt sind.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 13-17 Jahren. Für den Einsatz in dieser Zielgruppe wurden die Arbeitsmaterialien und Workshopkonzeptionen entwickelt. Unserer Erfahrung nach können viele der Materialien aber auch für ältere Zielgruppen und auch für Erwachsene eingesetzt werden.
Mit der Durchführung des Projektes werden die folgenden Teilziele angestrebt:
Thematisch werden im Projekt z.B. die folgenden übergeordneten Fragestellungen fokussiert:
Das Projekt beruht insgesamt auf einer handlungs- und adressatenorientierten sowie kooperativen Auseinandersetzung Jugendlicher mit Online-Werbung.